Richtig grillen
Geschichte des Grillens
"Grillhistoriker" sind sich darüber einig, dass das Garen über dem Feuer eine der
ältesten Zubereitungsmethoden ist. Hinsichtlich der "Erfinder" moderner Grillmethoden
sind die Experten -Meinungen geteilt. Das Wort "Barbecue", Inbegriff des Grillens,
entstammt dem Ausdruck eines haitianischen Indianerstammes für die Tätigkeit,
einen Fleischspieß über dem Feuer zu braten. Auf das amerikanische Festland
gelangte der Begriff durch die Kreolen, die darunter ganz einfach gegrilltes Fleisch
verstanden und es zunehmend auch würzten. Wann genau das Würzen begann, ist
nicht sicher bestimmbar. Als sicher gilt, dass es durch die Kreolen beeinflusst und
durch die Cajuns nach Texas gebracht wurde.
Andere Quellen siedeln die die Wurzeln des Grillens in Südamerika an, wo zuerst
nur auf wassergetränkten Holzrosten, die über dem Feuer lagen, gegrillt wurde. Es
waren vor allem die argentinische Gauchos, die ihr Fleisch am Spieß über dem
offenen Feuer brieten und es mit Salza Chinchurri würzten. Selbst den Chinesen
wird bereits vor 4000 Jahren eine Art Grillen zugeschrieben, in dem sie Fleischstücke
auf Ruten über dem offenen Feuer garten. Die Römer im 4. Jh. n. Ch. Hatten
dafür schon kunstvoll gearbeitete Roste parat. In den USA begeist erten sich besonders
weniger bemittelte Schichten der Bevölkerung für das Grillen im Freien, das
sich allmählich zu einem wahren Kult familiärer Gemeinsamkeit entwickelte. Mitte
der Fünfziger Jahre erlebte das Grillen bei den Amerikanern einen neuen Boom
und wurde zum Ausdruck guten Lebensstandards und eines neuen Lebensgefühls.
Als solches kehrte die alte Römertechnik wieder nach Europa zurück als beliebtes
kulinarisches Ritual in der Sommerzeit.
So grillen Profis
Was einen Grill-Profi ausmacht, ist auch eine Frage des Verständnisses für das kulinarische
Vergnügen im Freien. Der Erfolg einer Grillparty beginnt beim Einkauf von
Fleisch, Würsten und anderen Grillprodukten und reicht über die Vorbereitungen
für den Grillabend bis hin zur perfekten Bedienung des Grills selbst.
Wie schnell der Grill auf "Betriebs-Temperatur" kommt, ist dem Ideenreichtum des
Grillmasters zuzuschreiben und natürlich Geschmackssache. Manche schwören auf
kleine Holzstückchen und eine zerknüllte Zeitung, andere verwenden den Fön, um
dem Feuer schnell den richtigen Speed zu verleihen (Kaminzuggrills machen das
überflüssig). Außen vor sollte auf jeden Fall das lange Wedeln mit allerlei Gerätschaften
und die übermäßige Verwendung von (chemischen) Anzündhilfen aller Art.
Letztere müssen auf jeden Fall restlos verbrannt sein, bevor das Grillgut auf den
Rost kommt. Auch sollten die speziellen Anzünder das TÜV-Zeichen tragen, man
also gefahrlos mit ihnen arbeiten können. Hände weg von Brennspiritus oder
Benzin, das ist lebensgefährlich.
Die Holzkohle schichtet man im Grill am besten pyramidenförmig auf, das befördert
das gute Durchbrennen. Ist der erste Teil der Kohle schon glühend, zieht man die
Kohle mit einem Schürhaken auseinander und kann nachlegen. Die Menge der
Kohle richtet sich natürlich nach dem bereitgestellten Grillgut. Da sollte man mit
Maß halten, wenn nicht zum Schluss noch eine satte Menge Grillkohle unnütz verbrennen
soll.
Bei Holzkohlegrills gilt es, die Kohle zum Glühen zu bringen, ohne dass die Flammen
über dem Grill schlagen. So wird eine ausreichende Hitze gewährleistet, die
das Grillgut vorsichtig durchgaren und nicht verbrennen lässt. Als Regel gilt: Ist die
Ascheschicht über dem Grillfeuer weiß, kann man guten Gewissens das Fleisch
oder die Würste auf den Rost geben. Aber Vorsicht, die Asche nicht aufwirbeln
lassen das mindert den Geschmack und auch das leckere Aussehen des Grillguts.
Nur die optimale Hitze sorgt für beste Ergebnisse. Der Grund dafür liegt in der
Physik des Grillens: Durch die hohen Temperaturen an der Oberfläche ideal ca.
180 °C gerinnt das Fleischeiweiß, die Kohlenhydrate karamelisieren und die Krustenbildung setzt schnell ein. Im Inneren wird es aufgrund des vorhandenen Wassers
selten heißer als 95 °C.
Vorsicht ist auch bei Fet t und Flüssigkeit geboten, die auf das Grillfeuer tropfen.
Das Fleisch sollte grundsätzlich mit einer Grillzange gewendet werden durch das
Anstechen mit einer Fleischgabel tropft Fleischsaft in die Glut. So trocknet das
Fleisch zusätzlich aus und es entstehen gesundheitsschädlichen Stoffe. Ganz nach
persönlichem Geschmack verfeinert man insbesondere Bratwürste mit einem mehr
oder weniger großen "Schuss Bier".
Einen echten Grillmaster zeichnet natürlich aus, wie es ihm gelingt, das Steak oder
die Wurst ohne verkohlte Stellen gleichmäßig durchzugrillen. Dabei muss man im
Detail auf die Luftzufuhr, ggf. auch auf den Wind achten und einschätzen können,
welche Garzeiten für das Fleisch in Abhängigkeit von seiner Dicke optimal sind.
Hier gilt: Viel hilft nicht viel die Gleichmäßigkeit macht's. Gardauer und der Abstand
des Grillgutes zur Glut stehen in einem logischen Zusammenhang. Je länger
die Gardauer, desto größerer Abstand. Die Probe, ob das Grillgut fertig ist, gelingt
bei großen Fleischstücken mit einem Fleischthermometer. Für flaches Grillgut reicht
der Drucktest aus, je weicher, desto roher (also unfertiger) ist es. Erlaubt ist natürlich
auch, ein Steak probehalber anzuschneiden und zu verkosten. Der Grillmeister
bekommt ja ohnehin bekanntlich das Wenigste ab und wird schon vom Duft allein
satt.
Salzen sollte man das Fleisch erst nach dem Grillen, da dem Fleisch sonst zu viel
Saft entzogen wird und es zu trocken wird. Auch Kalb- und Wildfleisch eignet sich
nur bedingt zum Grillen, weil es sehr schnell austrocknet. Wegen der hohen PAKBildung
sollte auf das Grillen vom Pökelfleisch ganz verzichtet werden.
Grillmeister vermeiden auch die Entstehung von Schadstoffen bei Grillen:
Nitrosamine bilden sich unter anderem in Lebensmitteln aus Nitrit, welches bei
hohen Temperaturen mit sogenannten sekundären Aminen reagiert. Besonders
durch das Erhitzen von gepökeltem Fleisch können durch das beim Pökeln verwendete
Nitritpökelsalz hohe Nitrosaminkonzentrationen entstehen. Nitrosamine
zählen zu den am stärksten krebserzeugenden Substanzen.
PAK sind ebenfalls krebserzeugende Stoffe, welche bei der unvollständigen Verbrennung
organischen Materials entstehen. Bekannteste Leitsubstanz der PAK ist
das Benzpyren. Vor allem wenn Fleischsaft oder Fett auf die Grillkohle tropfen und
verbrennen, kommt es zu besonders starker Entwicklung von Rauch, der sich auch
auf den Fleischoberflächen niederschlägt. So gelangen die PAK über die Nahrung
in den menschlichen Organismus. In geräuchertem Grillgut addieren sich die neu
entstehenden PAK zu den bereits beim Räuchern gebildeten Schadstoffmengen.
(Schadstoffinformationen von
www.umweltministerium.bayern.de/service/umwberat/ubbgri.htm)
Qualitätskriterien für einen guten Grill
Ein guter Holzkohlegrill muss einige unverzichtbare Merkmale aufweisen:
· stand- und wackelfest
· höhenverstellbarer Rost (damit die für das Grillgut optimale Entfernung
zur Kohle eingestellt werden kann)
· möglichst halbseitiger Windschutz
· problemlos aufbaubar (inkl. verständlicher Bedienungsanleitung)
· witterungsbeständig: Material widerstandsfähig und nicht rostend
· leicht zu reinigen
· Prüfsiegel, DIN-Normen
Praktisch sind alle Modelle, die nicht zusammengeschraubt werden müssen und
sofort einsetzbar sind.
Der Grill selbst: Blech oder Edelstahl?
Zu Anfang ein kleiner Tipp: Nehmen Sie zum Kauf einen Magneten mit. Sollten Sie
sich für einen Edelstahl-Grill entscheiden, dann können Sie mit einem Magneten
ganz einfach die Wahrheit der Werbeaussage nachprüfen: Eisen ist magnetisch,
hochvergüteter Edelstahl nicht.
Es gibt zwei "Aggregatszustände" eines Grills:
Aggregatszustand 1 (vor dem Kauf): der Grill soll verkauft werden und blitzt hochpoliert
und elegant Aggregatszustand 2 (nach dem Kauf): der Grill wurde mehrfach
eingesetzt und zeigt, was er kann.
Im Aggregatszustand 1 scheint die Kaufentscheidung für einen Grill eine rein farbliche
Geschmackssache zu sein. Tatsächlich aber ist der ursprünglichen, farblichen
Gestaltung eines Grills ist nach wenigen Grilleinsätzen eine untergeordnete Bedeutung
beizumessen. Bei Blechgrills ist dann in aller Regel der Lack verbrannt oder
abgeplatzt. Zum Vorschein kommt dann das rohe Eisenblech, welches nach kürzester
Zeit unter freiem Himmel rostet. Auf der rauen Oberfläche des Rosts haftet dann
das beim Grillen freigesetzte Fett. Nach einigen Nutzungen verkrustet die Ober -
fläche des Grills mit diesem Fett/-Rostgemisch derart, dass von Hygiene und Ästhetik
keine Rede mehr sein kann.
Da sich Grilltechnologie kaum ändert, lohnt deshalb die Investition in ein Gerät,
das 10 Jahr und mehr durchhält und immer noch gut aussieht. In diesem Fall lohnt
der Griff zum Edelstahl.
Hochglanzpolierte Edelstahlbleche sind ebenfalls dem Aggregatszustand 1 zuzurechnen.
Der Glanz dient dem Showeffekt im Verkaufsraum. Durch die hohe Hitzeeinwirkung
nimmt der Edelstahl schon nach wenigen Grilleinsätzen die typischen,
metallischen Anlauffarben an. Die Entscheidung für einen Grill aus naturbelassenem
Edelstahl lässt die Anlauffarben dezenter wirken und das ganze Grillgerät auf
die Dauer gepflegter erscheinen. Dünne Edelstahlbleche mit Materialstärken von
unter 1 mm beulen durch die hohe Hitzeeinwirkung schnell aus und sehen nach
kurzer Zeit wie eine zertretene Konservendose aus.
Durch die große Hitzeentwicklung treten Spannungen und Dehnungskräfte an
einem Grill auf. Solide Verbindungen sind also wichtig. Zu vollständigen und den
Regeln der Handwerkskunst entsprechenden Verbindungen, gehören nicht nur
Schrauben und Muttern, sondern auch Unterlegscheiben. Fehlen diese, sollte sich
Ihr Vertrauen in Grenzen halten. Materialeinsparungen an dieser Stelle, können
unliebsame Überraschungen hervorrufen, mit denen Sie sich in aller Regel nach
Ablauf der Garantiezeit herumärgern.
Die Verwendung von Eisenschrauben im Edelstahlbereich gilt als eine der Todsünden
im Stahlbau. Die eintretende Rostentwicklung an den (auch verzinkten) Eisenschrauben
beschädigt das Edelstahlmaterial gleich mit. Sie sollten also den angebotenen
Grill genauestens auf solche Tücken überprüfen.
Besser und stabiler sind natürlich Grillgeräte, die verschweißt werden und bei
denen der Einsatz von Schraubverbindungen auf ein Minimum reduziert wird.
Was Grillroste angeht, so lassen die Aufsichtsbehörden für die "gewerbliche" Lebensmittelherstellung
gewöhnlich nur Material aus V2A-Edelstahl zu. Der Grund ist
einfach nur Edelstahl ist lebensmittelecht und birgt keine gesundheitlichen Risiken.
Im Idealfall sollte deshalb auch das Herzstück des Grills, der Rost, aus
Edelstahl bestehen.
Grill-Produkte
Renner jeden Grillabends sind die Bratwürste. Außerdem kann natürlich Fleisch in
allen Variationen auf den Grill (Steaks, Grillspieße, Frikadellen usw.) kommen.
Mehr und mehr gehört aber auch Fisch (Lachs, Forelle, Makrele, Seezunge, Hering,
Steinbutt, Schleie), Gemüse (Kartoffeln, Auberginen, Tomaten, Paprika, Zwiebeln,
Maiskolben, Champignons, Fenchel, Möhren) und Obst (Bananen, Äpfel, Birnen,
Pfirsiche, Aprikosen, Ananas) zum guten Geschmack einer Grillparty. Steaks und
Koteletts vom Schwein sollten leicht durchwachsen und nicht zu dick geschnitten
sein. Lamm und Geflügel eignen sich ebenfalls gut zum Grillen. Damit der Fisch
nicht auseinander fällt, kommt er in den Grillkorb oder wird in Alufolie eingewickelt,
was ihn zart und saftig erhält (Faustregel für die Garzeit: 2-3 Minuten pro
Zentimeter Umfang). Zu den Raffinessen eines Grillabends gehören auch Garnelenspieße
und andere Meeresfrüchte. Auch hier gilt immer: Schonend garen, Hitze reduzieren,
sich Zeit nehmen. Gefragt sind also Fingerspitzengefühl und Fantasie. Zudem
ist beispielsweise ein in einem Kohlblatt eingewickeltes Fischsteak eine ganz
besondere Kreation und ebenso köstlich wie etwa Spieße, die aus Seelachsfilet -
Röllchen mit Lachsstreifen zusammengestellt wurden.
Ausführliche Infos zum Thema "Vegetarisch grillen" unter:
www.naturkost.de/2000/sk0006e1.htm
Ausführliche Infos zum Thema Fleischqualitäten fürs Grillen unter:
www.iwde.de/amerikan-cooking/allgemeines.htm
Grill-Varianten
Die klassische Art des Grills ist der Holzkohlegrill und hat wohl die meisten Anhänger
eben wegen des typischen Raucherlebnisses, das sich auch auf den Geschmack
auswirkt. Zur Anwendung kommen aber auch Gas- und Elektrogrills. Gasgrills sind
sehr zuverlässig, rauchlos und bei vielen Geräten kann die Hitze stufenweise reguliert
werden. Es gibt sogar Gasgrills, die mit Holzkohle versehen werden können, so
dass man auf den Rauchgeschmack nicht verzichten muss. Mittels Elektrogrills ist
man vor allem auch wetterunabhängig und kann die Grillparty ins Haus oder auf
den Balkon verlagern. Auch Mikrowellen sind mittlerweile schon mit Grillfunktionen
ausgestattet, erfordern aber schon eine gewisse Übung bei der Handhabung.
Die Geschmacksunterschiede bei Holzkohle-, Elektro- und Gasgrills sind dank der
ausgereiften Technik ziemlich minimal. Das ist wahrlich Geschmackssache. Auch
durch Fettauffangschalen bei Holzkohlegrills ändert sich der Geschmack kaum. Die
Unterschiede zwischen den Grills sollten also im Wesentlichen in der Handhabung
und der Technik des Grillens, weniger aber im Geschmack bestehen. Bestimmte
Wurstsorten (z.B. Brühpolnische oder Knacker) sind unter Umständen sogar auf dem
Gas- oder Elektrogrill besser aufgehoben, weil eben dort der Fettverlust nicht so
hoch ist wie beim Holzkohlegrill. So gesehen kann man sich beim Elektrogrill auch
einmal an Kalb- oder Wildfleisch wagen und ungewöhnliche Grillvariationen ausprobieren.
Schließlich wird das Wildschwein auch oft über einem überdimensionalen
Grill zubereitet. Eine ganz neue Art des Grillens ist auch der so genannte "heiße
Stein", eine Art Elektrogrill, bei dem auf einer Steinplatte ohne jede Fettzufuhr gegrillt
wird.
Der gute Geschmack beim Grillen
Wichtig beim Grillen ist vor allem dessen Ergebnis, der gute Geschmack der gegrillten
Produkte. Während Fleisch vor dem Grillen oft gewürzt und eingelegt wird,
sollten bei Bratwürsten aller Couleur auf langes Wässern verzichtet werden, denn
das beeinflusst den Geschmack der Dinger mit den zwei Enden. Es reicht, wenn die
Wurst vor dem Grillen kurz in kaltes Wasser getaucht und dann auf den gut vorgeheizten
Grill gelegt wird.
Nicht minder von Bedeutung ist die Erzeugung der optimalen Temperatur beim
Grillen. So wird gewährleistet, dass der Fleischsaft und die Nährstoffe sowie Mineralien
im Grillgut bleiben. Diese geschmackliche Kombination aus krustiger Ober -
fläche und saftigem Innenleben ist es vor allem, die das eigentliche Geschmackserlebnis
beim Grillen ausmacht. Auch die Einhaltung der Garzeiten ist ein wichtiger
Faktor, wie das Gegrillte später schmeckt.
Auf die, durchaus vorhandenen, aber sehr geringen, Geschmacksunterschiede zwischen
Holzkohle-, Elektro- und Gasgrill wurde an anderer Stelle eingegangen. Ein
nicht zu unterschätzender geschmacklicher Faktor aber ist, dass die Grillhitze nur
mit 800 °C aus der Holzkohle allen Speisen das richtige deftige Aroma gibt. So
haben Untersuchungen der Bundesanstalt für Fleischforschung bestätigt, dass ein
Elektro- oder Gasgrill nicht diesen Essensgenuss bieten kann wie das Grillen über
Holzkohle.
Beim Holzkohlegrill zeichnet sich das Grillgut durch den typischen Geschmack aus,
der auf den Rauch zurückzuführen ist. Um besondere Duftaromen frei werden zu
lassen, empfiehlt der Grill-Experte, vor dem Grillen ein paar Tannennadeln auf die
Holzkohle zu streuen oder Rebholz bzw. einen Wachholder in die Glut zu schieben.
Am Ende des Grillvorgangs kann man auch einige Zweiglein Rosmarin, Thymian,
etwas Zitronenschale, Wachholderbeeren oder Muskat in die Glut werfen.
Natürlich ist Grillgeschmack auch eine Sache der Gewürze. Wenngleich dies natürlich
Geschmackssache ist, muss man schon einige Grundregeln kennen, um eine
optimale Ergänzung von Fleisch, Wurst und Gewürzen zu erreichen. Der Grillkenner
verzichtet auf fertig mariniertes Fleisch, sondern mariniert es selbst (Bier, Zwiebel,
Pfeffer, Lorbeer usw.) bzw. bestreicht es mit selbst bereiteten Würzsaucen. Kräuter
wie Thymian, Salbei und Rosmarin können mitgegrillt werden. Basilikum, Petersilie
oder Dill sollten dagegen erst nach dem Grillen auf die Gerichte gestreut werden.
Nur Hähnchen sollten vor dem Grillen gesalzen werden.
Gut geeignet zum Grillen sind Öle, die hohe Temperaturen vertragen, wie industriell
hergestellte Mischöle, Olivenöl oder Erdnussöl. Von der Anwendung leicht zer -
setzbarer Fette wie Butter oder Margarine, Sonnenblumen-, Maiskeim- und Weizenkeimöl
ist abzuraten, weil sich durch die Umwandlung von ungesättigten in gesättigte
Verbindungen unter Hitzeeinfluss geschmackliche Beeinträchtigungen ergeben
können und sich der Verzehr dieser Öle auf gegrillten Speisen nachteilig auf den
Cholesterinspiegel auswirken kann.
Das man Fleisch auch mittels Injektion würzen kann, ist weniger bekannt. Kenner
empfehlen das aber als eine hervorragende Würzmethode, die ganz besondere Geschmackseffekte ermöglicht. Verwendet kann nur flüssige Würze ohne feste und ungelöste Bestandteile werden. Empfehlenswert sind Alkoholika, die über Aromastoffe
verfügen sowie fertige Saucen (Worchester, Tabasco u.a.) und Säfte z.B. aus Knoblauch
und Zwiebeln.
Bei der Auswahl des Grillgutes empfiehlt sich natürlich immer frische Ware. Also
beispielsweise Würstchen oder Fleisch, das erst unmittelbar vor dem Grillen beim
Schlachter erworben und dort frisch geschnitten bzw. abgefüllt wurde. Verwendet
man eingefrorenes Fleisch, sollte darauf geachtet werden, dass die empfohlene Einlagerungszeit nicht überschritten und die Kühlkette zwischenzeitlich nicht unterbrochen
wurde. Bratwürste mit zu langer Verweildauer im Gefrierschrank verlieren
darüber hinaus deutlich an Geschmack.
Was die Auswahl der beliebten Bratwürste selbst betrifft, so ist das zumeist auf regionale
Besonderheiten abgestellt und weitestgehend eine "Gesinnungsfrage". Die
Jünger der Original Thüringer Bratwurst beispielsweise werden alle Ansinnen weit
von sich weisen, eine andere als diese auf ihren Rost zu legen. Das Geheimnis
dieser wie aller anderen Bratwurstkreationen aus den verschied ensten Regionen
sollte vor allem in der Gewürzmischung für das Brät bestehen. Das zu erkunden,
haben alle Bratwursthersteller zum Staatsgeheimnis Nr. 1 erklärt und ist sogar bei
der Original Thüringer Bratwurst regional unterschiedlich, wenngleich die grundsätzliche
Zusammensetzung dieser Wurst seit einiger Zeit sogar "gesetzlich" geschützt
ist. Wo Thüringer draufsteht, muss jetzt zwingend Thüringer drin sein. Also,
nicht von Dubletten "nach Thüringer Art" täuschen lassen das wird schnell zum
Etikettenschwindel.
Selbst die Auswahl der "richtigen" Holzkohle wirkt sich auf den Geschmack des
Grillguts aus, denn Holzkohle ist nicht gleich Holzkohle! Die Unterschiede liegen
dabei in der Herstellung und beispielsweise entwickelt Holzkohle aus verschiedenen
Laubhölzern auch verschiedene Aromen. Durch die traditionelle Herstellung in
Meilern wird außerdem eine gleichmäßigere Verkohlung erreicht, bei der die Zer -
setzungsprodukte wie Holzteer der Holzkohle entzogen werden.
Grill-Zubehör
Für fachgerechtes Grillen im Freien sind neben Grill und der Grillkohle selbst
empfehlenswert:
· Schürhaken zum Verteilen der Kohle
· Zangen für das Wenden der Würste oder Fleischstücke
· Gabel zum Entnehmen der Fleischstücke von Grill
· Wendegeräte aus Holz oder nichtrostendem Stahl
· Fleischmesser mit einem langen Griff
· Brett mit einer Rinne zum Tranchieren des Grillguts
· Pinsel (Naturborsten)
· Grillschalen oder -körbe für Gemüse oder Fisch
(den gleichen Zweck erfüllt eingefettete Alufolie)
Checkliste für den Grillnachmittag
IN VORBEREITUNG DER PARTY
Gäste einladen, eventuellen Ausweichtermin festlegen (beim Schlechtwetter), ggf.
festlegen, wer was mitbringt
Die Nachbarn informieren, damit Ärger nicht vorprogrammiert ist.
Grill und Grillwerkzeuge überprüfen, damit alles funktionsfähig ist. Evtl. alten
Wackelgrill durch solides Gerät ersetzen.
Mit Grills lässt sich nicht nur grillen, sondern auch räuchern, dünsten, backen oder
im Wok garen (mehr dazu www.thueros.de)
An ausreichend Stühle, Tische, Geschirr, Servietten usw. denken.
für ausreichend gute Laune sorgen, damit die Party auch gelingt!
Für die (umweltbewusste) Entsorgung von Abfällen sorgen.
VOR DEM GRILLEN
Sind notwendige Anzündhilfen für das Grillfeuer vorhanden? Hände weg von
Brennspiritus und Benzin! Auf TÜV-Zeichen achten.
Sind alle Zutaten für das Grillen vorhanden (Fleisch, Würste, Obst, Gemüse, Fisch,
Dips usw. ggf. eine Einkaufsliste anlegen)?
Sind Vegetarier ernsthaft berücksichtigt?
Sind neben den üblichen alkoholischen Getränke auch Wasser, Säfte und Limonaden
vorhanden und gekühlt?
Ist an Eiswürfel gedacht?
Je nach Brennstoff muss man unterschiedliche "Vorglühzeiten" einkalkulieren (grillt
man mit Holz, muss man schon 1 bis 2 Stunden vor dem Grillen anheizen, da das
Holz recht lange braucht um richtig durchzuglühen; Holzkohle mit Holzkohle kann
man bereits nach einer halben bis dreiviertel Stunde grillen; Holzkohlebriketts geben
die gleichmäßigste Glut, man kann nach einer halben bis dreiviertel Stunde
grillen)?
WÄHREND DES GRILLENS
Der Grill muss fest auf dem Boden stehen und darf nicht wackeln.
Der Grill muss so platziert sein, dass er während des Grillens nicht bewegt werden
muss.
Auf die Windrichtung achten und den Grill ausreichend von brennbaren Dingen,
Gebäuden usw. entfernt platzieren.
Die Kohle muss gut durchgeglüht sein; erst dann sollte der Rost aufgelegt und das
Grillgut darauf verteilt werden.
NACH DEM GRILLEN
Glut und Asche erkalten lassen und dann ab damit in einen Mülleimer. Den kalten
Glutbehälter mit einer Drahtbürste reinigen und de Grillrost reinigen und leicht einfetten.
Zur Vorsicht Löschmittel bereithalten. Das kann ein Eimer mit Wasser ebenso sein
wie "Firestop" ein ungiftiges, biologisch abbaubares und gesundheitlich völlig unbedenkliches Löschspray.
RECHTLICHES
Auf die Nachbarn Rücksicht nehmen, denn teilweise ist in Wohnanlagen das Grillen
zeitlich und örtlich begrenzt. Die Nachbarn sollten auch vom bevorstehenden Grillen
informiert werden, damit sie ggf. Fenster schließen und Wäsche abnehmen. Das
gilt im Besonderen auch beim Grillen auf dem Balkon, bei dem u.U. erhebliche Geruchs-
und Rauchbelästigung der darüber wohnenden Mieter entsteht.
Es gibt selbst die Grillparty im eigenen Garten rechtliche Einschränkungen, wenn
der Garten nicht weit genug von Nachbarn entfernt und die durch Qualm und Lärm
gestört werden. Im Streitfall drohen ein unangenehmer Rechtsstreit und im ungünstigsten
Fall sogar heftige Geldbußen. Der Ausweg: Die Nachbarn in die Fete einbeziehen.
Thüros Firmendarstellung
Die Grillspezialisten kommen, wie könnte es anders sein, aus Thüringen, dem
Mutterland der Bratwurst. Hergestellt werden Grills und Grillstationen für alle Bedürfnisse
und Anlässe von der Thüros GmbH (www.thueros.de) in Georgenthal.
Dort steht auch mit einer Höhe von vier Metern der größte Grill der Welt (ins
Guiness-Buch der Rekorde eingetragen), der immerhin 450 Bratwürsten Platz auf
einmal Platz bietet.
Die Thüros-Grills werden nach modernsten Blechverarbeitungstechnologien mit Lasertechnik komplett oder in Baugruppen hergestellt. Das heißt, sie sind mit wenigen
Handgriffen nach dem Auspacken sofort einsatzbereit und garantieren optimale
Funktionalität bei minimalem Holzkohleverbrauch. Gefertigt sind sie aus hochwertigen,
antimagnetischen Edelstahl, der beste Stabilität und Langlebigkeit garantiert.
Für alle Edelstahlgrills besteht mit Ausnahme der Verschleißteile eine Fünf-
Jahres-Garantie, in der Branche absolut einmalig.
Durch ein ausgeklügeltes Kaminzugsystem wird der Grill schnell und wirksam angeheizt,
so dass auf Fön und Blasebalg verzichtet werden kann. Außerdem sorgen integrierte
Luftschieber für eine optimale Grilltemperatur. Für die Grillkohle empfehlen
die Hersteller hochwertige Laubholzkohle wie z.B. die Schorfheider Ökokohle
und für's Anzünden die handelsüblichen TÜV/GS geprüften Grillanzünder.
Die Rostauflagen der Thüros-Grills sind deren Herzstück. Sie bestehen aus elektropoliertem, lebensmittelechtem Edelstahl und sind nahezu unverwüstlich.
Mehr noch, die Geräte sind bis zu aufwändigen Grillstationen erweiterbar. Für das
diverse Zubehör und die Ersatzteile bietet die Firma eine Nachkaufgarantie. Mit
Thüros-Produkten kann man längst nicht nur einfach Grillen, sondern mit den Grillwundern
gleichzeitig (!) auch braten, räuchern, dünsten, backen oder im Wok
garen.
